| |
|
|
|
||||
|
|
||||||
| |
|||||||
|
![]() |
|
|||||
![]() |
|
||||||
| Partnerschaft
mit polnischer Schule http://www.szkoly.edu.pl/gim.gidle ARS setzt Zeichen gegen Vorurteile, wenn im kommenden Jahr die Europäische Union acht neue Mitgliedsstaaten in ihren Reihen aufnimmt, zählt unter anderem auch Polen dazu. Deutschlands unbekannter Nachbar also, über dessen Bewohner hierzulande nicht viel mehr als zahlreiche Vorurteile ("Autodiebe") im Umlauf sein dürften. Doch mit diesen dümmlichen Stereotypen, die logischerweise eine schlechte Basis für ein funktionierendes Zusammenleben darstellen, soll nun zumindest unter den die Adolf-Reichwein-Schule (ARS) besuchenden rund 680 Mädchen und Jungen aufgeräumt werden. Allerdings nicht mittels erhobenem Zeigefinger und trockenem Unterricht, sondern durch direkte Kontakte mit polnischen Altersgenossen. Um regelmäßige Treffen ermöglichen zu können, will die Langener kooperative Gesamtschule eine Partnerschaft mit einer Lehranstalt in Kodrab eingehen. Das 2.000-Einwohner-Städtchen liegt in der Nähe des Wallfahrtsortes Tschenstochau im Kreis Radomsko, der seinerseits mit dem Kreis Offenbach seit zwei Jahren partnerschaftlich verbandelt ist. Über diese Schiene sind auch die ersten Kontakte zwischen Stefan Kirchmaier, dem Leiter des Gymnasial- und Hauptschulzweigs der ARS, und den Verantwortlichen in der polnischen Gesamtschule mit ihren mehr als 500 Pennälern geknüpft worden. Doch während bislang die Verbindung von Langen ins rund 1.000 Kilometer entfernte Kodrab von Kirchmaier, der mit einer Polin verheiratet ist und über entsprechende Sprachkenntnisse verfügt, allein via Internet gehalten wurde, konnten der Lehrer für Mathematik, Physik und katholische Religion sowie ARS-Rektor Hans Klingenberg am Dienstag die Schulleiterin der polnischen Lehranstalt, Jadwiga Spalka, erstmals persönlich begrüßen. Die jungen Gesprächspartner waren von den Gastgebern mit Bedacht gewählt worden, da sieben von ihnen ihr Interesse an der Teilnahme an einem Austausch geäußert hatten. Bevor ein solcher jedoch tatsächlich über die Bühne gehen wird, müssen noch eine Menge "Hausaufgaben" erledigt werden. So werden Kirchmaier und drei Kollegen ab nächsten Montag eine "Kodrab"-AG anbieten, an der bis zu 15 Schüler der 8. und 9. Klassen teilnehmen können. "Alle 14 Tage sollen nachmittags jeweils zwei Stunden Kenntnisse über die jüngere Geschichte beider Länder, typisch polnische Essgewohnheiten und natürlich Grundzüge der polnischen Sprache vermittelt werden", umreißt der Pädagoge das Programm in der AG. Letzteres gehöre einfach zum guten Ton, auch wenn in der Kodraber Gesamtschule Deutsch als erste und Englisch als zweite Fremdsprache unterrichtet wird. Kommunikationsprobleme dürfte es deshalb nach Meinung von Rektorin Spalka zwar nicht geben, aber um Land, Leute und Kultur richtig kennen lernen zu können und den eigenen Horizont zu erweitern, sollten die deutschen Schüler zumindest über grobe Polnisch-Kenntnisse verfügen, meint Kirchmaier. Geht es nach ihm, dann soll noch in diesem Herbst die erste Langener Reisegruppe nach Polen aufbrechen, ehe im März nächsten Jahres der Gegenbesuch erfolgen könnte. Grundvoraussetzung hierfür ist allerdings, dass bis dahin das unzweifelhaft größte Problem, die Finanzierung, gelöst ist. "Wir hoffen auf Fördermittel des Kreises und der Stadt, werden aber auch mit einem gemeinsamen Antrag beider Schulen das deutsch-polnische Jugendwerk um Unterstützung bitten", hofft der Initiator der beabsichtigten Partnerschaft, dass die zuständigen Stellen die Bedeutung dieses Projekts richtig einzuschätzen und zu würdigen wissen. 12.02.03, Pressemeldung des Dreieichspiegel, Langen (DS/hs), Ausgabe 6/2003 |
|
|
|||||
| |
|||||||