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Integratives Theaterprojekt: Wir leben Inklusion

Die Adolf-Reichwein-Schule ist vom Kreis Offenbach mit dem kreisweiten Preis für jugendliches Engagement Ist doch Ehrensache ausgezeichnet worden.

Schülerinnen und Schüler aus achten Realschul- und Hauptschulklassen der Adolf Reichwein-Schule Langen, einer kooperativen Gesamtschule mit gymnasialen Eingangsklassen, erarbeiteten gemeinsam mit Schülerinnen der Erich-Kästner-Schule Langen, einer Schule für Körperbehinderte, Ihrer Kursleiterin Frau Andrea Beusch, (Theaterpädagogin), und Frau Stefanie Kaufmann (Schauspieltrainerin des Theaterstudios Frankfurt) im Rahmen eines Theaterprojektes ein Stück zum Thema: Barrieren im Kopf. Diese intensive und erfolgreiche Arbeit wurde mit dem ersten Preis des Jugendengagementpreises (Kategorie Schule), dotiert mit 700€ Preisgeld, ausgezeichnet. Alle Aktiven, aber auch die Schulgemeinden der beiden Schulen freuen sich sehr über den großen Erfolg und die damit verbundene Wertschätzung des Projekts.

Für Frau Andrea Beusch, die seit vielen Jahren an beiden Schulen tätig ist, war es ein lang gehegter Wunsch, Schülerinnen und Schüler mit und ohne Handicap in einem Projekt zusammen zu bringen. Vor zwei Jahren startete sie das Theaterprojekt Erste Barrieren beim Kennenlernen, (Wie lebt es sich im Rollstuhl?, Warum kannst du das nicht?,), waren schnell genommen. Die Schülerinnen und Schüler begegneten einander von der ersten Minute an vorbehaltlos. Du sitzt im Rollstuhl (elektrisch), darf ich ihn durch den Stick lenken? Vertrauen wuchs und schnell gab es untereinander keine Barrieren mehr.

Allerdings galt es auch organisatorische Herausforderungen, wie FSJler zur Unterstützung und Busse für den Transport zu Aufführungsorten zu organisieren und die Koordination der SchülerInnen zweier Schulen zu meistern.

Nach drei erfolgreichen Aufführungen des Bühnenstücks in der Stadthalle Langen und einer im Mousonturm in Frankfurt vor Frankfurter Schülerinnen und Schülern war allen Beteiligten klar: Barrieren gibt es in erster Linie im Kopf, denn Handicaps kann man überwinden, am besten gemeinsam. Darin spiegelt sich letztendlich die Nachhaltigkeit dieses gelebten Inklusionsprojektes wider. Freundschaften sind entstanden und neunzehn begeisterte junge Künstler haben gemeinsam mit Frau Andrea Beusch begonnen, ein neues Bühnenstück zu erarbeiten.