geschrieben von Felicitas Bieberstein, 9aG

Im letzten Schuljahr, April/Mai 2022, hat die ehemalige Schulleiterin der Adolf-Reichwein-Schule zusammen in Kooperation mit Richard Williams (international anerkannter Straßenkünstler; aktuell auf der Documenta in Kassel vertreten) und einer Gruppe von 17 Schülerinnen und Schülern eine der tristen Wände des Schulgebäudes in ein echtes Highlight der Schule verwandelt. Der gesamte Prozess dauerte etwa 12 Wochen, die Schülerinnen und Schüler konnten während dieser Zeit sich künstlerisch ausleben und ihre Kenntnisse in der englischen Sprache verbessern, da das gesamte Projekt auf Englisch stattfand.

Nachdem sich einige Schülerinnen und Schüler der ARS dazu bereit erklärten an der Gestaltung der Fläche mit zu arbeiten, und ein Weg online zu kommunizieren ermöglicht worden war, machte man sich an die Vorbereitungen. Nach kurzer Zeit kam die erste Frage auf: Was für ein Thema soll sich in dem Werk widerspiegeln? Doch man fand die perfekte Antwort auf diese Frage.

Die Bilder an der Wand sollten sich rund um Symbole drehen, die Deutschland repräsentieren.  Die Recherche ging los, was sollte auf der Wand sein, was nicht? Die Gruppe entschied sich für blaue Kornblumen und außerdem Schmetterlinge, die perfekt in Ergänzung zu den Blumen passten. Das Highlight jedoch sollte der Hintergrund werden: antike Buchseiten. Die zuvor weggeworfenen Texte und Bilder fanden so einen prima Zweck, das Papier war außerdem noch in einem exzellenten Zustand.

Als man sich sicher war was man wie gestalten wollte ging es an den praktischen Teil. Die Gruppe traf sich an verschiedenen Tagen in einem der gut ausgestatteten Kunsträume der Schule. Es wurden fleißig Blumen ausgeschnitten und Kleber angerührt. Alle arbeiteten miteinander und es herrschte eine tolle Atmosphäre. Nachdem alles fertig ausgeschnitten und bereitgelegt worden war, haben die Schülerinnen und Schüler in Zusammenarbeit angefangen den Hintergrund für die Wand anzubringen. Ausgestattet mit Leiter und Kleister wurde über mehrere Wochen Seite für Seite angebracht. Das Ganze war sehr mühsam, aber die harte Arbeit lohnte sich, denn das Endergebnis sah fantastisch aus.

Als der Hintergrund fertig gestellt wurde ging die Arbeit weiter. Was soll im Fokus liegen? Man hatte per Photoshop die ungefähren Positionen der Blumen und Schmetterlinge festgelegt, jetzt mussten sie nur noch angebracht werden. Das Arbeiten während der Hitze war anstrengend, aber alle waren motiviert und beteiligten sich daran. Die einzelnen Symbole wurden mit dem Latex-Kleber an die Wand geklebt und glattgestrichen. Jeden einzelnen Ausschnitt aus Papier anzubringen und richtig zu positionieren war definitiv eine Herausforderung. Immer wieder blätterten Seiten ab, hier und da kippte eine Schale Kleber um. Doch so leicht gab man nicht auf.

Ein paar letzte Feinschliffe und es war geschafft: Die Wand war fertig. Alles sah super aus und jeder war mächtig stolz auf die gemeinsame Arbeit.

Während des gesamten Projektes existierte eine gute Zusammenarbeit zwischen Schülerinnen, den Schülern und dem Künstler, sowie der Schulleitung. Die neu gestaltete Wand ist ein echter Hingucker bei Schulischen Veranstaltungen, wie zum Beispiel die Einschulung der fünften Klassen. Auch die anderen Schülerinnen und Schüler benutzen die Wand gerne als Hintergrund um Fotos zu schießen. Auch seit der Schule unter neuer Leitung läuft, werden Projekte wie dieses unterstützt. Es war eine tolle Erfahrung für alle Mitglieder und man freut sich auf neue Projekte in der Zukunft.