Lese-Rechtschreibschwäche

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Folgende Informationen sollen Ihnen und euch den Umgang mit LRS an unserer Schule transparent und verständlich machen. Häufig gestellte Fragen werden unter dem Menüpunkt Fragen & Antworten beantwortet. Diese werden regelmäßig ergänzt und aktualisiert. Weitere hilfreiche Informationen sind im Downloadbereich zu finden, unter anderem auch eine Vorlage für den Antrag auf Nachteilsausgleich, den Sie für Ihr Kind mit LRS jedes Schuljahr neu stellen müssen. Beachten Sie bitte auch die weiterführenden Links im unteren Bereich der Seite mit den entsprechenden Paragrafen aus dem Schulgesetz und möglichen Ansprechpartnern im Kreis Offenbach.

Verantwortliche Lehrkraft: Herr Lawrenz

Fragen & Antworten

Lese-Rechtschreib-Schwäche

Nachstehend sind die häufigsten Fragen mit Antworten rundum Lese-Rechtschreibschwäche. Sollten Sie darüberhinaus noch Fragen oder Anregungen haben, wenden Sie sich bitte direkt an lrs@ars-langen.de

01. Warum wird der Notenschutz wieder zuückgenommen bzw. zeitweise ausgesetzt?

Das kann verschiedene Gründe haben. Häufig hat sich das Kind stark verbessert, so dass es keine oder eine schwache LRS hat. Gelegentlich können auch Arbeits- und Sozialverhalten der Grund für die Einschränkung bzw. Zurücknahme des Notenschutzes sein.

Bitte beachten Sie die verpflichtende regelmäßige Teilnahme an dem Förderkurs.

02. Was bedeuten Nachteilsausgleich und Notenschutz

Der Nachteilsausgleich bietet vielfältige Möglichkeiten, auf Schüler mit einer LRS Rücksicht zu nehmen und eine differenzierte Leistungsanforderung zu stellen, z.B. durch verlängerte Arbeitszeiten, etwa bei Klassenarbeiten. Der Nachteilsausgleich wird fair jeden Schüler individuell durch den Beschluss der Klassenkonferenz festgelegt bzw. eingeschränkt oder auch zurückgenommen.

Ein Vermerk auf Arbeiten und Zeugnissen erfolgt nicht. Möglich ist z.B. die Ausweitung der Arbeitszeit bei Klassenarbeiten.
Darüber hinaus gibt es verschiedene Möglichkeiten bei LRS von den Grundsätzen der Leistungsfeststellung und Übewertung abzuweichen, z.B. durch die stärkere Gewichtung der mündlichen Leistungen, insbesondere im Fach Deutsch und in den Fremdsprachen. Auch hier ist der Beschluss der Klassenkonferenz entscheidend.

Das Abweichen von den Grundsätzen der Leistungsbewertung hat eine Bemerkung auf Arbeiten und Zeugnissen zur Folge und wird auch Notenschutz genannt. Das Abweichen von den Grundsätzen der Leistungsfeststellung hat keinen Eintrag in Arbeiten und Zeugnissen zur Folge.

03. Was können wir als Eltern tun, wenn unser Kind LRS hat?

Sie sollten im jeden Fall einen Antrag auf Nachteilsausgleich an die Schulleitung stellen. Eine Vorlage finden Sie im Downloadbereich.

Übrigens muss der Antrag jedes Schuljahr neu gestellt werden.
Sofern Ihrem Kind die Förderung mit einem Förderheft nahegelegt wird, nehmen Sie bitte die Beratung durch die Deutsch- bzw. Klassenlehrkraft in Anspruch.
Bei hochgradiger LRS sollte Ihr Kind zusätzlich außerschulisch gefördert werden.

Mögliche Ansprechpartner finden Sie im unteren Bereich dieser Seite. Hilfreiche Informationen finden Sie im Downloadbereich.

04. Was muss bei Abschlussklassen im Haupt- und Realschulzweig beachtet werden?

Schüler in den Abschlussklassen 9 im Hauptschulzweig und 10 im Realschulzweig müssen für die Abschlussprüfungen einen gesonderten Antrag auf Nachteilsausgleich stellen (Die Abgabefrist muss unbedingt beachtet werden!). Die Vorlage finden Sie im Downloadbereich.

Die Schüler werden dazu vor den Weihnachtsferien zu einem gemeinsamen Beratungsgespräch eingeladen, wo sie Fragen zu den Möglichkeiten des Nachteilsausgleichs bzw. des Notenschutzes bei den Abschlussprüfungen stellen können.

05. Welche Testverahren zur Feststellung einer LRS werden in der Schule verwendet?

Im Jahrgang 5 werden die Schüler mit der Hamburger Schreibprobe 4/5 (HSP 4/5) getestet. In den Jahrgängen 6/ 7HR wird die MRA 6, in den Jahrgängen 7G/ 8-10 die MRA 7+Â verwendet. Beide Tests sind längere Lückendiktate. Die Diagnose der HSP/MRA wird online ausgewertet und von Experten gegengeprüft. Eltern steht bei der MRA die Auswertung und empfohlenes Fördermaterial online zur Verfügung.

06. Bei meinem Kind wurde LRS diagnostiziert. Was bedeutet LRS?

LRS steht für Lese-Rechtschreib-Schwäche. Generell wird im Schulgesetz von Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben gesprochen.

Eine LRS wird unabhängig von dem Intelligenzquotienten und organischen Beeinträchtigungen diagnostiziert. Oft wird in der Fachliteratur auch der Begriff Legasthenie gleichbedeutend verwendet.

07. Woran liegt es, dass mein Kind nicht so gut lesen oder schreiben kann?

Die Gründe dafür sind vielfältig. Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten können kognitive, emotionale, aber auch organische Gründe haben. In jedem Fall sollte die Ursache von einem Lerntherapeuten, LRS-Trainer oder einem Psychologen festgestellt werden.

08. Wie sieht die LRS-Förderung an der Adolf-Reichwein-Schule aus?

Informationen zum organisatorischen Ablauf (Vom Test zur Förderung) erhalten Sie über unser Downloadangebot

09. Wer stellt fest, ob ein Kind "besondere Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens und Rechtschreibens" hat? Wie erkennt die Schule ein Kind mit LRS?

Die Schule, d.h. insbesondere die Lehrkraft für das Fach Deutsch in Rücksprache mit der Klassenkonferenz. Eltern sollten schon bei der Einschulung und / oder bei einem Schulwechsel alle auffälligen Beobachtungen (die Sprache betreffend) aus der Kita und von zu Hause, der Schule, insbesondere der Klassenlehrkraft, mitteilen. Gegebenenfalls sollten Ergebnisse von Frühförderung, Kinderärzten, bestehende LRS-Diagnosen etc. zur Verfügung gestellt werden, um nicht wertvolle Zeit und Informationen zu verlieren, die die Schule für die Förderung benötigt.

10. Ich vermute bei meinem Kind LRS. Wie gehe ich vor?

Sprechen Sie zunächst mit der Klassen- bzw. Deutschlehrkraft. Vielleicht teilen Sie gemeinsam diese Vermutung? Dann kann über die LRS-Beauftragten eine vorläufige Diagnose durchgeführt werden.

Unter Umständen ist aber auch eine allumfassende Diagnose mit organischen und kognitiven Befunden notwendig, die nur ein ausgebildeter Lerntherapeut, LRS-Trainer oder Psychologe feststellen kann.

11. Mein Kind hatte in der Grundschule LRS. Bekommt es weiterhin Notenschutz?

Alle Fünftklässler werden nach den Herbstferien auf LRS mithilfe des DRT 5 (Diagnostischer Rechtschreibtest für 5. Klassen) getestet. Sollte Ihr Kind nach dem Test weiterhin LRS haben, wird in der Klassenkonferenz über einen entsprechenden Nachteilsausgleich entschieden. Entsprechende LRS-Förderkurse starten im zweiten Halbjahr.

Sollte vonseiten der Grundschule bereits eine LRS-Diagnose vorliegen, stellen Sie bitte gleich zu Beginn des Schuljahres den Antrag auf Nachteilsausgleich.

12. Wer kann mir weiterhelfen, wenn ich noch Fragen habe?

Der LRS-Beauftragte der Adolf-Reichwein-Schule ist Herr Lawrenz. Er gibt Ihnen gerne und kompetent Auskunft zu dem Umgang mit LRS und dem schulischen Förderkonzept.

Weiterführende Links

Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses – Sechster Teil: Schülerinnen und Schüler mit besonderen Schwierigkeiten beim Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/hevr-SchulVerhGVHE2011pG10

Seite des Lernserver-Portals: http://lernserver.de  Lernserver-Portal  – LERNSERVER – INDIVIDUELLE FÖRDERUNG

Dachverband Legasthenie Deutschland: http://www.legasthenieverband.org/

Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie: http://www.bvl-legasthenie.de/

Landesverband für Legasthenie und Dyskalkulie: http://lvl-hessen.de/

Adressen von LRS-Trainern in Hessen: http://www.lrs-portal.net/hilfevorort/lrs-therapeuten-in-hessen.php