"Guten Teig!"*
Wir sind die Frankreich-AG und möchten von unserer Reise nach Paris erzählen. Nachdem wir uns fast ein Jahr lang mit Paris beschäftigt und Schülern dort regelmäßig E-Mails geschrieben haben, wollten wir die Stadt und die E-Mail-Partner auch mal persönlich sehen. Für 5 Tage haben wir also in einem "Mobilhaus" auf einem Pariser Campingplatz "gewohnt". Unsere Erfahrung mit der Unterkunft: wackelndes Klo und 2 Tage keinen Strom. Frau Hauf schlief im Zelt und wurde nur ein wenig ausgeraubt. Aber selbst die Kakerlaken im Nachbar"haus" konnten uns die Reise und die gute Stimmung nicht verderben!
Am Ankunftstag schauten wir uns den Eiffelturm an. Er ist anders als erwartet: klein und rostbraun. Vom Boot aus haben wir uns dann einen ersten Überblick über die anderen Sehenswürdigkeiten am Seine-Ufer verschafft. Abends haben wir in einer Crêperie "Galettes" gegessen: crêpe-ähnlicher Fladen mit herzhafter Füllung .
Am nächsten Tag trafen wir unsere E-Mail-Freunde, die uns in ihrer Schule einen kleinen Empfang bereitet hatten. Die Schule (Collège Georges Méliès) hat ca. 600 Schüler und einen Schulhof in der Größe unserer Turnhalle. Wir haben auch die Bibliothek (mit eigener Bibliothekarien!) und die wirklich sehr freundlich gestaltete Kantine besichtigt. Auf einem deutsch-französischen Spaziergang haben wir den Stadtteil der Schule mit seinem Kanal und den Schleusen erkundet, wobei sich gewisse Chaosgurken fast verlaufen hätten. Danach machten wir ein - etwas improvisiertes - Picknick im Park "La Villette", und dann haben wir verschiedene Spiele gespielt. Durch die französischen Erklärungen konnten wir so richtig unsere Sprachkenntnisse testen.
Im 3-D-Kino "La Géode" ist L. eingeschlafen und S. war es sowieso schon übel, aber alle anderen hatten wirklich viel Spaß.
Richtig spannend und teils chaotisch wurde es, als wir allein oder zu zweit bei französischen Familien zum Essen eingeladen waren. Die Französischkenntnisse wurden hier so richtig auf die Probe gestellt - in allen Fällen mit viel Spaß und Erfolg! Zum Abschluss des Tages waren wir noch zu einer Theatervorstellung in der Schule eingeladen. Der Abschied war tränenreich, zumal es für die Franzosen der letzte Schultag vor den Sommerferien war.
Frau Hauf hatte gehofft, uns besonders an diesem Tag so richtig müde gemacht zu haben, aber bei einigen hat das nicht funktioniert und der Spaß dauerte noch ein bisschen länger.
Trotz allem ging's am nächsten Morgen bei glühender Hitze quasi zu Fuß einmal quer durch Paris. Alle haben überlebt. Highlight des Tages waren die Singstunden am Abend: private "fête de la musique" der AG-Mädels **.
Sonntags endlich konnten wir bei "Sacré Coeur" Erfahrungen mit afrikanischen Bändchenflechtern sammeln und jede Menge Geld für kleine Eiffeltürme und große Eiffelturmthermometer ausgeben. Der Tag ging unter anderem mit bitterem Salat und garantiert klümpchenfreiem Vanillepudding zu Ende.
Das war dann der Schluss der Reise, denn am Montag sind wir wieder mit dem Zug zurückgefahren.
Unser Motto der Fahrt: "Haribo, c'est beau la vie, pour les grands et les petits!"
Die Frankreich-AG: Anna Krech, Carina Steitz, Juliane Breden, Lisa Hesse, Melanie Fuhrländer, Sara Klees, Steffi Hesse, Frau Hauf
*] So begrüßten uns einige Franzosen, die "Tag" nicht aussprechen konnten.
**] Es war der 21. Juni: Tag, an dem in den Straßen Frankreichs musiziert wird.