Die Kunstgruppe der Adolf-Reichwein-Schule hat im Dezember ein neues Projekt gestartet.
Das Thema der Gestaltung ist Recycling, wofür alte Schallplatten verwendet wurden. Die Gruppe an Schülern fing Anfang des Jahres an, Ideen zu sammeln. Nachdem die Wand ausgemessen war, musste entschieden werden, welche Materialen für das Projekt verwendet werden sollten.
Die Idee war Schallplatten zu sammeln um einen interessanten Hintergrund für das Hauptmotiv zu bilden. Trotz der Kälte arbeiteten alle fleißig daran den Plan in die Tat umzusetzen und innerhalb von wenigen Wochen waren die Schallplatten an der Wand befestigt. Es war Zeit sich für ein Motiv für den Vordergrund zu entscheiden.
Nach reichlicher Überlegung stand es endlich fest: Man wollte Ockra verwenden, ein afrikanisches Gemüse, um eine Art Stempel für die Wand anzufertigen.
Dazu trafen sich die Schüler im Kunstraum um zu stempeln, bis sie den perfekten Abdruck gefunden hatten. Dieser wurde dann mit Hilfe des Computers vergrößert und als Schablone ausgedruckt.
Dann ging es an die letzten Schritte. Der Ockra Abdruck auf der Wand sollte in den Farben Pink und Weiß dargestellt werden, ums ich von dem Schwarz der Schallplatten abzuheben. Alle beteiligten sich daran die Farbe an die Wand zu bringen und nach ein paar Wochen war es soweit, ein weiterer grauer Fleck der Schule wurde in ein echtes Kunstwerk umgewandelt.
Der entscheidende Punkt der den Schülerinnen und Schülern besonders wichtig war ist, die Bedeutung des Kunstwerks. Das Ockra-Motiv steht vor allem für die Frauen im Süden. Richard Williams, der Künstler der die Schülerinnen durchgehend unterstützt und fördert, erklärt: “Dieses Konzept verwende ich seit 45 Jahren. Es macht mir Spaß meinen Schülern alles über die Geschichte der Migration im Süden beizubringen, und Themen wie diese in die Kunstwerke mit einzubeziehen. Die pinke Blume steht also für mehr als man denkt”.
Von Felicitas Bieberstein