Adolf-Reichwein-Schule Langen (Hessen) • Kreis Offenbach

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Neues aus dem Schulleben

Praxis statt Theorie: 9. Klässler beim Teilchenbeschleuniger

Die 9. Gymnasialklassen der Adolf- Reichwein Schule unternahmen im Rahmen des Chemie-Unterrichts einen Ausflug zum GSI Helmholtzzentrum (Gesellschaft für Schwerionenforschung). Dort konnten die Schüler eine Ausstellung über den 27 km langen, ringförmigen Teilchenbeschleuniger, der in den vergangenen 14 Jahren von internationalen Teams aus Wissenschaftlern, Ingenieuren und Technikern gebaut wurde, sehen. Dieser liegt in etwa 100m Tiefe in Genf, einem Grenzgebiet zwischen Frankreich und der Schweiz. Er wird von der 1954 gegründeten europäischen Organisation für Kernforschung betrieben. In ihm wollen die Physiker den „Big Bang“ (zu Deutsch: Urknall) nachstellen, um das vermutete und lang ersehnte Higgs- Teilchen zu entdecken.

Auf dem Ausflug wurde den Schülern zunächst ein Film über den Beschleuniger gezeigt. In der Ausstellung konnten die Schüler dann einige Experimente selbst ausprobieren. Unter anderem konnten sie sehen wie ein Zyklotron funktioniert. Ein Zyklotron ist ein kuppelförmiger Kreisbeschleuniger, bei dem die zu beschleunigenden Teilchen mit Hilfe eines Magnetfeldes in eine spiralähnliche Bahn gebracht werden. Bei der Führung bekamen die Schüler außerdem eine Menge Informationen über das Experiment in Genf. Anhand eines Modells konnten sie sehen, wie die trockene Theorie, die sie in den letzten Wochen im Chemie- Unterricht erarbeitet hatten, angewendet wird. Für die Schüler war es sehr interessant zu erfahren wie der Teilchenbeschleuniger funktioniert und wie die Physiker daran arbeiten.

Laura Herth& Franziska (9aG)