Am 30. Juni 2005 war es wieder soweit: Die 9. Gymniasalklassen sowie die Französischschüler des Realschulzweiges der Adolf-Reichwein-Schule bekamen die Möglichkeit bei einem Tagesausflug in eine französische Stadt ihre Sprachkenntnisse auf die Probe zu stellen.
Auch dieses Mal ging die Fahrt nach Metz in Lothringen.
Um Metz besser kennenzulernen, hatten sich die Lehrer eine Rallye ausgedacht. Dazu wurden die Schüler vorher in Gruppen eingeteilt und machten sich dann mit einem umfangreichen Fragebogen und einem Stadtplan auf den Weg um die Stadt zu erkunden. Etwa 2 Stunden standen dazu zur Verfügung.
Das Erste, was wir bewunderten, war die Stefanskathedrale (frz.: Saint Etienne). Dieses beeindruckende Meisterwerk wurde von 1220 bis 1520 aus dem gelben Sandstein von Jaumont gebaut und ist mit seinem 42m hohen Kirchenschiff das höchste im gotischen Kirchenbau. Außer dem Kirchenschiff sind die riesigen Fensterflächen (6500qm) der Kathedrale noch ein großer Blickfang. Diese wurden vom 13. bis zum 20. Jahrhundert von Künstlern wie Hermann von Münster, Jaques Villon, Roger Bissiere und Marc Chagall geschaffen und stellen Situationen aus der Bibel dar.
Die Kathedrale Saint Etienne ist auch noch von anderen bemerkenswerten Gebäuden, wie dem Hotel de Ville (Rathaus) und den Museen „La Cour d’Or“ umgeben. Direkt vor der Kathedrale befindet sich der Place d’Armes (ein Bauwerk aus dem 17. bis 18. Jahrhundert), auf dem unser Gruppenfoto entstand.
Andere Orte, die wir auf unserem Weg besichtigten, waren z.B das Palais de Justice (ein Justizpalast, der ursprünglich für den Militärgouveneur gebaut wurde), der Park Esplanade, Die Kirche St. Pierre aux Nonnains (die älteste Kirche Frankreichs aus dem 4. Jahrhundert), das Arsenal (ein Auditorium, das wegen seiner Eleganz zu den schönsten Konzertsälen Europas gehört), die Chapelle de Templiers (Templerkapelle), die Kirche Saint Martin und das Centre de Saint Jacques.
Obwohl wir uns nicht alles bis ins kleinste Detail anschauen konnten, war es doch sehr beeindruckend und aufschlussreich.
Nachdem wir die Stadt mit Hilfe der Rallye erkundet hatten, gönnten wir uns eine Stunde Mittagspause. So bekamen wir die Chance die Stadt Metz näher kennen zu lernen und unsere Französischkenntnisse unter Beweis zu stellen.
Danach machten wir noch eine 40minütige Bootsfahrt. Auf diese Weise konnten wir von der Mosel aus noch einmal Metz anschauen und die Aussicht genießen.
Nun stand uns nur noch die Heimfahrt (3 Stunden) bevor und dann endete unser Ausflug auch leider schon. Im Großen und Ganzen war es ein gelungener Tag, der auch in der anschließenden Auswertung von allen positiv bewertet wurde.