Adolf-Reichwein-Schule Langen (Hessen) • Kreis Offenbach

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Neues aus dem Schulleben

Wie Biologieunterricht satt machen kann

Im Februar begann die Klasse 5dF der Adolf-Reichwein-Schule mit dem Biologieprojekt "Botanik praktisch".

Anstatt mit Hilfe von Abbildungen aus Biologiebüchern den Aufbau von Pflanzen theoretisch zu erlernen, erfuhren die Schülerinnen und Schüler Pflanzen mit allen Sinnen, indem sie forschend und entdeckend ihren Fragen nachgingen. Im Mittelpunkt ihres Interesses standen solche Rätsel, wie überhaupt eine Pflanze zustande kommt, woher Pflanzensamen stammen und woher man Früchte bekommt. Neben verschiedenen anderen Aktivitäten gehörte daher auch die Anzucht von Tomatenpflanzen aus Samen mit zum Projekt.

Im Klassenraum ausgesät, pikiert, gehegt und gepflegt, konnten die Setzlinge Ende Mai im Schulgarten von den Kindern ausgepflanzt werden. Vor den Sommerferien entdeckten die Schüler, dass auch Tomatenpflanzen Blüten bekommen, aus denen sich, wie sie zu Beginn des neuen Schuljahres erfahren konnten, die zunächst grünen Früchte entwickeln. Inzwischen ist eine ansehnliche Anzahl von Tomaten reif geworden, die ihrerseits wieder neue Samen enthalten.

Man muss also ein halbes Jahr bei der Sache bleiben, um den gesamten Entwicklungsprozess vom Samen zur Frucht mitzuerleben, und das bedeutet ein hohes Maß an Geduld und Ausdauer zu beweisen. Aber nicht nur für die Aneignung botanischer Kenntnisse hat sich die Ausdauer gelohnt, sondern auch für das Erleben kulinarischer Genüsse. Die inzwischen zu Sechstklässlern herangewachsenen Schülerinnen und Schüler haben mit ihrer Tomatenernte bereits zweimal in der Schulküche Pizzas gebacken und gemeinsam verzehrt bzw. in der Schule verkauft.

Dr. Engelken